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Optiko richtet wegen Coronakrise das traditionelle Geschäftsmodell neu aus

Aufgrund der massiven Einschränkungen des gewohnten Einkaufsverhaltens stellt Optiko sein Geschäftsmodell spontan um und berät Kunden nun auch via Telefon und Video-Chat.

 

Die Kunden erhalten einen hohen Preisvorteil, wenn Sie von dem neuen Angebot gebrauch machen und sich aus der Ferne umfänglich und individuell beraten lassen. Schließlich steht ihnen die gewohnte Räumlichkeit und der angenehme Service via Fern-Beratung auch nicht zur Verfügung und die Mitarbeiter können viel flexibler eingesetzt werden. Das honoriert Optiko mit hohen Rabatten.

 

Normalerweise findet das Verkaufsgespräch für Brillen nur im Laden mit persönlichem Kontakt statt. Da dieser persönliche Kontakt zur Zeit nach Möglichkeit vermieden werden muss, stellt Optiko sich jetzt für die Kundenberatung neu auf.

 

Ab sofort können die Kunden im digitalen Terminsystem nicht nur "vor Ort" Termine buchen, sondern auch eine telefonische Beratung, die auf Wunsch auch durch einen Video-Chat und Online-Präsentation unterstützt werden kann, sofern die Kunden über entsprechende technische Möglichkeiten verfügen. Ein Telefon zumindest hat jeder. Bisher wurde das Telefon nur für kurze Auskünfte genutzt. Der persönliche Kontakt wurde für den Verkauf stets bevorzugt. Die aktuelle Situation erfordert ein Umdenken. Ob die Mitarbeiter von außerhalb morgen noch zum Dienst in die Firma fahren können und dürfen ist ungewiss. Telefonieren kann man von überall aus.

 

Mit dem neuen Modell ist es egal wo der Kunde und der Mitarbeiter sich räumlich aufhalten. Die Minimal-Voraussetzung ist eine Telefonverbindung. Im optimalen Fall lässt sich die Beratung durch einen sogenannten Video-Chat noch persönlicher und individueller gestalten. Fast so, als würde man sich gegenüber sitzen. "Und dann fragt man sich, warum bieten wir das nicht schon lange an??"

 

Natürlich gibt es wesentliche Einschränkungen dabei. Normalerweise wird im Verlauf eines Beratungsgesprächs ein Sehtest durchgeführt. Dieser ist trotz Video-Chat natürlich noch nicht möglich. In der Regel besitzt ein Brillenträger jedoch einen Brillenpass oder er findet die Werte seiner Brille auf der letzten Rechnung. Auf diese Weise kann die Beratung auch auf die Sehstärke des Kunden ausgerichtet werden und auf Basis des Alters und der bestehenden Seh-Probleme lassen sich fundierte Schätzungen vornehmen.

 

Außerdem kann per Telefon oder Video-Chat natürlich keine Fassung ausgewählt werden. Optiko bietet bewusst keine digitale Fassungs-Auswahl und keinen Online-Katalog. "Wir halten aus fachlichen Gründen nichts davon, Fassungen online zur Auswahl zu stellen. Die Passform und der Sitz der Brille sind von sehr vielen augenoptischen, anatomischen und modischen Faktoren abhängig. Das lässt sich nicht sinnvoll digital abbilden. Das, was aktuell technisch möglich wäre ist immer noch ein fauler Kompromiss, insbesondere für Brillenträger, denen der perfekte Sitz und gutes Aussehen sehr wichtig ist, oder Menschen über 40, die Gleitsichtgläser benötigen. Da ist der Besuch im Laden mit realer Anprobe unersetzlich".

 

Allerdings gibt es im Internet diverse Anbieter, die dennoch Fassungen online zum Verkauf anbieten. Optiko ist gerne bereit, jede extern erworbene Fassung anschließend zu verglasen. "Die Fassung ist betriebswirtschaftlich für uns gar nicht so relevant. Wir sind vor allem Spezialisten für das gute Sehen und verdienen mit den Gläsern unsere Miete". Die Kunden müssen also kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich in der aktuellen Krise eine Fassung im Internet kaufen und für die Verglasung anschließend nicht auf die Beratung vom Spezialisten verzichten wollen. "Zum Glück kann man im Internet ja auch alles zurück schicken, wenn wir später feststellen, dass die Fassungsauswahl vor Ort mit einem Experten eben doch das deutlich bessere Ergebnis verspricht."

 

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